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Immer mehr Tote durch extreme Kältewelle
Kiew - Die extreme Kältewelle nimmt in Teilen Europas dramatische Ausmaße an: Bislang starben europaweit mehr als 120 Menschen bei Minustemperaturen, die teils neue Rekorde erreichten. Besonders schwierig ist die Lage in der Ukraine, wo binnen 24 Stunden erneut 20 Kältetote registriert wurden.
Auch aus Deutschland wurde ein weiterer Toter gemeldet. Allein in der Ukraine wurden nach Angaben des Zivilschutzes 63 Menschen Opfer der nun schon seit rund einer Woche anhaltenden Kältewelle. Die meisten waren Obdachlose.
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Mehr als 1100 Menschen mussten wegen Erfrierungen und Unterkühlung behandelt werden, 14.000 der 20.000 Schulen im Land wurden geschlossen. Die Behörden richteten in Großzelten über 2000 Notunterkünfte ein, in denen die Menschen sich aufwärmen und eine heiße Mahlzeit bekommen können. Über 40.000 Bedürftige hätten dort bereits Schutz gesucht.
Auch in Polen lebten die meisten der inzwischen 29 Opfer auf der Straße. Dort starben erneut neun Menschen bei Rekordtemperaturen von bis zu minus 32 Grad. In Rumänien stieg die Zahl der Kältetoten um acht auf inzwischen 22, in Serbien auf mindestens sechs. Rund 11.500 Menschen waren dort nach Angaben der Polizei komplett eingeschneit. Helfer seien mit Motorschlitten zu den Eingeschlossenen unterwegs, um sie mit Lebensmitteln und Medizin zu versorgen. Dutzende wurden mit Hubschraubern in Sicherheit gebracht.
In Österreich meldete die Nachrichtenagentur APA zwei Tote, darunter eine 83-jährige Frau, die bei einem Waldspaziergang offenbar gestürzt war und es nicht mehr geschafft hatte, aufzustehen. In Magdeburg in Sachsen-Anhalt fand eine Passantin einen 55-jährigen Obdachlosen leblos auf der Straße. Nach Angaben der Polizei war er vermutlich erfroren. In Deutschland werden in der Nacht zum Freitag stellenweise minus 20 Grad Celsius erwartet. Auch in den kommenden Tagen hält laut Deutschem Wetterdienst (DWD) der Zustrom von trockener Kaltluft an, die Temperaturen könnten noch weiter nach unten gehen.
Im Norden und Zentrum Italiens blockierten Eis und Schnee weiter Straßen, Schienen und Flughäfen. Meteorologen erwarteten, dass die laufende Woche als die kälteste in Italien seit 27 Jahren in die Annalen eingehen wird.
©AFP 2012
Foto: Viktor Drachev








