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Italiens Ministerpräsident Monti kommt nach Berlin
Berlin - Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) empfängt heute im Berliner Kanzleramt den italienischen Ministerpräsidenten Mario Monti zu Gesprächen über die Finanzkrise in der Eurozone.
Es werde auch um andere internationale Themen und die wirtschaftliche Entwicklung in Europa gehen, sagte Vize-Regierungssprecher Georg Streiter im Vorfeld. Für 13 Uhr ist ein gemeinsamer Pressetermin Merkels und Montis geplant.
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Monti zeigte sich offen für eine Finanztransaktionssteuer auf europäischer Ebene. Er kündigte an, Merkel deutlich zu machen, dass Italien sich in der Finanzkrise nicht "unverantwortlich" verhalte.
Zugliech warnte Monti vor anti-europäischen Protesten, sollte die EU seinem Land nicht mehr entgegenkommen. "Wenn es für die Italiener in absehbarer Zeit nicht greifbare Erfolge ihrer Spar- und Reformbereitschaft gibt, wird in Italien ein Protest gegen Europa entstehen, auch gegen Deutschland, das als Anführer der EU-Intoleranz gilt, und gegen die Europäische Zentralbank", sagte Monti der in Berlin erscheinenden Tageszeitung "Die Welt". Er fordere von den Italienern schwere Opfer - diese könne er ihnen aber nur abverlangen, wenn sich dafür konkrete Vorteile abzeichneten. Als Beispiel für ein Entgegenkommen nannte Monti eine Senkung des Zinssatzes.
Zugleich forderte der Regierungschef eine größere Rolle Italiens in der EU. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy "würden einen schweren Fehler machen, wenn sie glaubten, sie alleine könnten die EU meistern", sagte Monti der "Welt". Europa müsse mehrere Zentren haben. "Und Italien ist eines von ihnen." Montis Expertenregierung ist seit Mitte November im Amt.
©AFP 2012
Foto: Rolf Vennenbernd









