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Gläubiger sollen Griechenland Teil der Schulden erlassen
Wien - Der luxemburgische Regierungschef Jean-Claude Juncker hat die Euro-Staaten aufgefordert, auf einen Teil ihrer Forderungen an Griechenland zu verzichten.
Bei den Verhandlungen mit den Banken, die am Freitag in Athen fortgesetzt werden sollen, sei das angestrebte Ziel nicht "ganz zu erreichen", sagte Juncker der österreichischen Zeitung "Der Standard". Eine Summe für einen Verzicht der Gläubigerstaaten nannte der Eurogruppenchef nicht.
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Auch im "Handelsblatt" schloss Juncker nicht aus, dass neben den privaten Gläubigern auch die Europäische Zentralbank (EZB) und die Euro-Staaten Griechenland Schulden erlassen müsse. Solche Lösungsvorschläge halte er "nicht für völlig absurd", sagte Juncker dem Blatt. Ziel ist eine Reduzierung der griechischen Schulden auf 120 Prozent des Bruttoinlandsproduktes bis zum Jahr 2020.
Private Gläubiger verhandeln derzeit in Athen mit der Regierung über einen Schuldenschnitt, die Gespräche stocken aber immer wieder. Es geht um einen Erlass in Höhe von 50 Prozent der Forderungen. Dieser Schuldenerlass, der etwa hundert Milliarden Euro entspricht, ist die Voraussetzung für das im Herbst im Grundsatz beschlossene zweite Griechenland-Hilfsprogramm von IWF und Euroländern in Höhe von insgesamt 130 Milliarden Euro.
Mit einem Teilerlass nicht nur der Banken könne das Ziel, die öffentliche Verschuldung Griechenlands bis 2020 auf "tragfähige" 120 Prozent reduziert werden, noch erreicht werden, sagte Juncker dem "Standard". Die Eurozonen-Staaten müssen Griechenland nach Ansicht Junckers noch länger helfen als bisher diskutiert. Zehn Jahre würden nicht genügen, sagte er dem "Handelsblatt".
Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) forderte die Regierung in Athen zum Handeln auf. "Ankündigungen haben wir genug", sagte er der "Stuttgarter Zeitung". Erst wenn Griechenland die Vereinbarungen aus dem ersten Hilfsprogramm vollständig umgesetzt habe, könnten neue Hilfen fließen.
©AFP 2012
Foto: Georges Gobet










