Wichtiges und Unwichtiges, interessante Neuigkeiten und Nachrichten, die vielleicht keiner braucht. Hier finden Sie News aus einer gemixten Vielfalt.
Orkantief erreicht über 100 km/h in Bad Lippspringe
Berlin - Die Ausläufer des Orkantiefs "Andrea" sind über Deutschland gefegt und haben erste Schäden vor allem im Südwesten angerichtet. Allein in Nordrhein-Westfalen musste die Polizei zwischen Mitternacht und 06.00 Uhr morgens zu insgesamt 153 witterungsbedingten Einsätzen ausrücken.
Zwei Menschen wurden nach Angaben des Landesamtes für zentrale polizeiliche Dienste in NRW bei Verkehrsunfällen verletzt. Auch in Hessen sorgten starke Windböen sowie Regen und Schnee für mehrere Unfälle.
_____
Im osthessischen Vogelsbergkreis wurde ein Gefahrenguttransporter von einer Windböe erfasst und in einen Graben gedrückt. Die Straße blieb wegen der Bergungsarbeiten fünf Stunden gesperrt. Ebenfalls in der Region prallte ein Autofahrer gegen einen umgestürzten Baum; er blieb aber unverletzt.
Durch Schneefall und Aquaplaning kam es in Nordhessen auf den Autobahnen A 7, A 44 und A 49 zu mehreren Unfällen, wie das Polizeipräsidium in Kassel mitteilte. Teilweise mussten Fahrbahnen gesperrt werden. Eine Landstraße bei Bad Emstal-Sand sollte wegen mehrerer umgestürzter Bäume mindestens bis Mittag komplett gesperrt bleiben.
Für weite Teile Süd- und Westdeutschlands und den Norden galten Unwetterwarnungen. Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in Offenbach sorgte "Andrea" vor allem im Nordwesten für kräftige Böen mit Windgeschwindigkeiten zwischen 70 und 90 Stundenkilometern. In Bad Lippspringe in Nordrhein-Westfalen wurden sogar 101 Stundenkilometer gemessen.
Auf den Bergen waren die Böen noch deutlich stärker und erreichten zum Teil Orkanstärke. Auf der Wasserkuppe wurden Böen von 112 Stundenkilometer und auf dem Brocken 137 Stundenkilometer gemessen. Über den Schwarzwald fegte der Sturm mit 140 Stundenkilometern, von der Zugspitze wurden Windstärken von 176 Stundenkilometern gemeldet.
Im Laufe des Donnerstag wurden laut DWD vor allem im Westen und Südwesten teils ergiebige Regenfälle und in höheren Gebirgslagen Schneefälle und Schneeverwehungen erwartet. Bis zum Donnerstagabend sollte "Andrea" dann allerdings weiter nach Osten abziehen.
©AFP 2012
Foto: Gerd Bludau









