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Steinschmätzer fliegt bis zu 850 Kilometer am Tag
London - Trotz seines Federgewichts von 25 Gramm vollbringt ein winzig kleiner Zugvogel Höchstleistungen:
Der Steinschmätzer kann laut der Studie eines deutsch-kanadischen Forscherteams an einzelnen Tagen bis zu 850 Kilometer zurücklegen und fliegt Pendeltouren nach Afrika von fast 30.000 Kilometern im Jahr. Den Forschern gelang es mit einer neuen Untersuchungsmethode, die Flugwege der reiselustigen Singvögel zu verfolgen.
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Der Steinschmätzer mit dem wissenschaftlichen Namen Oenanthe oenanthe ist kleiner als ein Rotkehlchen und lebt im Sommer in kalten Gefilden auf der Nordhalbkugel. Um im Winter Nahrung zu finden, fliegt der Insektenfresser von der Arktis aus bis in den Sudan, nach Uganda oder Kenia.
Angesichts der geringen Größe gehörten die festgestellten Distanzen zu den "längsten, die jemals bei Vögeln beobachtet wurden", heißt es in der Studie, deren Ergebnisse in der neuesten Ausgabe der Fachzeitschrift "Biology Letters" erschienen.
Bislang war es schwierig, die Flugwege der Steinschmätzer zu verfolgen. Doch entwickelten die Forscher neue Mini-Datenspeicher mit einem Gewicht von lediglich 1,2 Gramm, die sie den Vögeln anheften konnten. So wurden 30 Steinschmätzer verfolgt, die von Alaska aus starteten, weitere 16 von der Baffin-Insel vor der Westküste Kanadas.
Von den 30 Vögeln, die 2009 aus Alaska abgeflogen waren, kehrten fünf im Folgejahr zurück. Aus den aufgezeichneten Daten ließ sich erschließen, dass sie den Winter in Ostafrika verbracht hatten. Im Herbst flogen sie über Russland und Kasachstan sowie die Arabische Wüste nach Süden. Sie legten in drei Monaten 14.600 Kilometer zurück. Im Frühjahr schafften sie die Tour zurück sogar in 55 Tagen.
Die Vögel, die von der Baffin-Insel aufgebrochen waren, legten die 3400 Kilometer bis zu den britischen Inseln in nur vier Tagen zurück, so dass sie täglich im Schnitt 850 Kilometer schafften. Von Großbritannien flogen sie über Europa nach Mauretanien an der Westküste Afrikas.
An der Studie waren Forscher des Wilhelmshavener Instituts für Vogelforschung sowie des in Berlin ansässigen Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung beteiligt. Mit ihnen arbeiteten Wissenschaftler der britischen Universität Cambridge und der kanadischen Universität Guelph.
©AFP 2012
Archivfoto: Heiko Schmaljohann









