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Büro von Bank-Chef Josef Ackermann durchsucht
Frankfurt/München - Die Staatsanwaltschaft München hat in der vergangenen Woche das Büro von Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann durchsucht.
Auch das Büro von Aufsichtsratschef Clemens Börsig und die Privatwohnung des ehemaligen Bank-Chefs Rolf Breuer hätten die Ermittler durchsucht, hieß es aus Finanzkreisen. Grund sollen Ermittlungen der Staatsanwaltschaft im Zusammenhang mit dem Kirch-Prozess vor dem Oberlandesgericht in München gewesen sein. Dabei soll es um den Verdacht des versuchten Prozessbetrugs gehen.
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Eine Sprecherin der Münchner Staatsanwaltschaft bestätigte gegenüber der Nachrichtenagentur AFP, dass die Behörde "ein Ermittlungsverfahren wegen versuchten Prozessbetrugs im Zusammenhang mit einem Prozess vor dem Oberlandesgericht" eingeleitet hat. Im Zuge dessen seien "Privatwohnungen einer Person und Büroräume einer Bank durchsucht" worden. Die Deutsche Bank wies die Anschuldigungen und das Vorgehen der Staatsanwaltschaft als "unverhältnismäßig" zurück. "Die Bank ist davon überzeugt, dass sich die jetzt erhobenen Vorwürfe wie in allen bisherigen Verfahren des Kirch-Komplexes auch in diesem Falle als unbegründet erweisen werden", erklärte ein Sprecher.
Der mittlerweile verstorbene Medienunternehmer Leo Kirch hatte vor einigen Jahren einen Prozessmarathon begonnen. Er warf Breuer vor, in einem Interview die Kreditwürdigkeit seines Konzerns in Zweifel gezogen und so die Pleite des Unternehmens verschuldet zu haben. Der Bundesgerichtshof sprach Kirch bereits einen grundsätzlichen Schadenersatzanspruch zu, der aber im Einzelnen in Prozessen zu begründen sei. Diese Verfahren dauern an. Zuletzt mussten deshalb unter anderem Ackermann und Börsig vor dem Münchner Oberlandesgericht aussagen.
©AFP 2011
Archivfoto: Frank Rumpenhorst









