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Nierdorla (Thüringen). Rekonstruierte Heiligtümer und schilfgedeckte historische Gebäude führen den Besucher 2000 Jahre zurück in die Vergangenheit. Die Freilichtausstellung „Opfermoor Vogtei“ befindet sich in unmittelbarer Nähe des heutigen Mittelpunkt Deutschlands, der 1990 durch Wissenschaftler der Universitäten Dresden und Göttingen an die nördliche Gemarkungsgrenze von Niederdorla vermessen wurde.
Hier am authentischen Ort einer Kultstätte der Germanen und ihrer Vorgänger, wurde der zweitausend Jahre alte Opferplatz nach archäologischen Befunden teilweise rekonstruiert. Die Befunde beruhen auf der Ausgrabung von Prof. Dr. Günther Behm–Blancke, die in den Jahren 1957 bis 1967 erfolgte und deren wissenschaftliche Dokumentation 2003 erschien.
_____ Das ausgegrabene Opfermoor und Seeheiligtum stellt den größten eisenzeitlichen Opferplatz in Mitteleuropa dar und zeigt ein komplexes Bild von Ritualen, die in einem heiligen Moor stattfanden. Die 80 aufgefundenen eingehegten Heiligtümer mit mindestens 40 aus Holz gefertigten Götterbildern sind einmalig im mitteleuropäischen Raum und stellen eine Sensation für die Region am Mittelpunkt Deutschlands dar.
Der gesamte Komplex der neu errichteten Anlage umfasst: - ein Museumsgebäude in rustikaler Holzbauweise, - 10 originalgetreu rekonstruierte Heiligtümer, - eine germanische Siedlung mit schilfgedeckten Gebäuden und - ein Aktionsgelände zur Betreuung der Besucher.
Die Anlage bietet für jeden Besucher Neues und Interessantes. Sie führt die Gäste zurück in die Glaubenswelt unserer Vorfahren und vermittelt Erkenntnisse über die Lebensweise der Germanen. Im Rahmen von sachkundigen Führungen werden die Besucher mit Kult und Ritus unserer germanischen Vorfahren vertraut gemacht. Für besonders Interessierte wird im Rahmen der Museumspädagogik die Möglichkeit geboten, sich an Aktivitäten aus dem germanischen Alltag zu beteiligen.
An Aktionstagen oder auf Anfrage können altertümliche Handwerke bestaunt oder selbst ausprobiert werden: - Vorstellung germanischer Kleidung und Waffen - Germanische Küche mit Kochen am offenem Feuer und Backen im historischen Lehmbackofen - Textiltechniken wie spinnen, weben und stricken - Bogenschießen und Speerwerfen - germanische und römische Spiele. Weitere Infos zu Öffnungszeiten, Eintrittspreise, besondere Gruppenangebote, Anreise etc. finden Sie auf der Homepage.
Zweckverband Mittelpunkt Deutschlands Ausstellung „Opfermoor Vogtei“ Schleifweg 11 99986 Niederdorla Tel. / Fax. 0 36 01 / 75 60 40
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www.opfermoor.de Dies ist ein Beitrag im Rahmen unserer Themenwoche „Wunderbares Thüringen“ 01. bis 07. März 2010 Zu weiteren Artikel dieser Themenwoche kommen Sie hier Bilder Oben: Kinderaktion Bogenschiessen Unten: - Wohnstallhaus mit Metgermanen - Innenaufnahme Museum - Heiligtum des 3.Jh.n.Chr.(Dianaheiligtum) - Brötchen aus dem Lehmbackofen - Mittelpunktslinde     
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