Tipps von Hundecoach Ulrike Keller: Immer Ärger mit dem Anspringen
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Bielefeld - Schmutzige Hundepfoten treffen weiße Sommerhose. Die Kommandos „Sitz“, „Platz“ und „Runter“ stören den Hund, der gerade an Jemandem hochspringt, überhaupt nicht. Für viele Hundebesitzer ist das Alltag.
Hundecoach Ulrike Keller von der mobilen Hundeschule Best Friends kennt die Ursachen: „Um das Anspringen zu verstehen, müssen wir in der Entwicklung des Haushundes etwas weiter zurückgehen. Früher wurden die Welpen noch damit ernährt, was die Mama gejagt hatte und als Beute mit nach Hause brachte. Dieses Futter schlang die Hündin, wenn sie es erlegt hatte, erst einmal hinunter. Wenn sie dann in ihrer Höhle bei den Kleinen ankam, mussten diese – und das ist genetisch veranlagt- die Mama mit den Vorderpfoten an die Schnauze und den oberen Hals springen.
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Dabei leckten die Welpen über die Schnauze der Hündin, um so einen Würgreflex auszulösen: Das Muttertier würgte das vorverdaute Futter wieder hervor, damit die Welpen es fressen konnten. Ohne dieses Verhalten der Welpen wären sie verhungert. Im Laufe ihres Heranwachsens änderte sich die Bedeutung des Anspringens. Es wurde zum Begrüßungsritual zwischen Junghunden und älteren Rudelmitgliedern, eine Art Ehrerweisung. Es diente dazu, die erwachsenen Hunde unterwürfig zu begrüßen. Man könnte diese Geste wie folgt in Worte kleiden: „Hey, schön dass du wieder da bist. Ich bin klein und lieb, und du sei bitte auch lieb und tu mir nichts, selbst wenn du schlecht gelaunt bist.“ Die erwachsenen Hunde nahmen dieses Verhalten durch einen Blick- oder Körperkontakt zur Kenntnis und ließen sie dann in Ruhe.
Aus diesem Wissen heraus ist Ihnen jetzt sicher klar, dass Sie mit schimpfen oder ähnlichem die Situation nur verschlimmern, denn jetzt meint Ihr Welpe oder Hund, dass seine Bemühung zur Entschärfung der Situation erfolglos war, und er sich deshalb mehr bemühen muss…….
Ein Teufelskreis, den es zu durchbrechen gilt. Denn der Sommer, in denen viele Menschen helle Hosen tragen, steht kurz bevor.
Hundecoach Ulrike Keller
Ulrike Keller hatte seit ihrer Kindheit Hunde. Mit ihrem zweiten Schäferhund entschied sie sich, nicht nur ihren Hund auszubilden, sondern ihr Wissen mit anderen Hundefreunden zu teilen. Im Jahr 2007 gründete sie die mobile Hundeschule Best Friends. Ihr Motto lautet: Nicht aus Angst soll der Hund folgen, sondern weil er es gern tut. Ihr Zielist es, jedem Hundebesitzer zu zeigen, wie er aus seinem Hund einen angenehmen Begleiter machen kann. Sei es beim Spaziergang im Wald, bei Begegnungen mit anderen Hunden, im Restaurant, im Umgang mit Kindern und auch zu Haus. Um dies zu erreichen, ist ein liebevolles und konsequentes Training notwendig, das Einfühlungsvermögen und Geduld voraussetzt. Über diesen Weg wird ein dauerhaft konfliktfreies, harmonisches Zusammenleben möglich.
mobile Hundeschule Best Friends
Ulrike Keller
Berlebecker Straße 27
33699 Bielefeld
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Mobil: 01 77 / 46 64 02 5
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