Isselhorst hat Zukunft
Isselhorst (Kreis Gütersloh) - Ideen für die zukünftige, positive Entwicklung des Lutterdorfes zu sammeln war Ziel einer Veranstaltung in der Linde in Isselhorst am vergangenen Mittwoch.
Im gut besuchten Saal trugen Experten ihre Sicht des derzeitigen Standes vor und benannten Ansatzpunkte für eine weitere Verschönerung von Isselhorst.
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Helmut Lütkemeyer, Landschaftsarchitekt und langjähriger Politiker, zeigte auf, welche Einrichtungen den Isselhorster Bürgern zur Verfügung stehen, um die Dinge des täglichen Bedarfs einzukaufen oder sich ärztlich versorgen zu lassen. Tatsächlich gibt es kaum Lücken, seitdem sich sogar eine Buchhandlung vor Ort niedergelassen hat.
Die Erhaltung und Entwicklung der Einzelhandelslandschaft im Dorf und die Verbesserung des Ortsbildes sollten die Schwerpunkte der Konzepte zur Entwicklung des Dorfes sein. „Wir sind sehr gut aufgestellt. Aber es gibt immer wieder Notwendigkeiten den Bürgerwünschen entgegenzukommen. Schön alleine reicht nicht aus, wenn in 20 bis 30 Jahren die Geschäfte und Praxen nicht mehr zur Verfügung stehen, um dem Bedarf der Bürger zu entsprechen, “ schloss Helmut Lütkemeyer.
Wilhelm Grövert, Abteilungsleiter Bauen und Umwelt beim Kreis, hat langjährige Erfahrung bei der Beurteilung von Dörfern, die an den Wettbewerben „ Unser Dorf soll schöner werden“ teilgenommen haben. Während eines bebilderten Vortrags stellte er Beispiele dar, wo Bürger Konzepte entwickelt und mit finanzieller Unterstützung von Kreis und Land umgesetzt haben.
Was bürgerschaftliches Engagement und Ideenfindung zur Verbesserung des dörflichen Lebensraumes geschaffen haben, war beeindruckend zu sehen. Voraussetzung sei immer, so Grövert, eine funktionierende Dorfgemeinschaft, aus der heraus zukunftsfähige Konzepte für Dörfer entwickelt werden. Wesentliches Augenmerk sei dabei auf die demografische Entwicklung zu richten. Fördermittel für die Moderation bei der Konzeptentwicklung und deren spätere Umsetzung stehen zur Verfügung. „Aber nur die Bürger bringen ihr Dorf voran.“
Bernd Winkler, Fachbereichsleiter Grünflächen bei der Stadt Gütersloh, ergänzte in seinem Vortag, Grünflächenerhaltung und -entwicklung und Renaturierung z.B. der Lutter gehen nur in der Zusammenarbeit mit der Landwirtschaft. “Laut einer verbindlichen EU-Richtlinie hat Renaturierung naturnah und im Einklang mit den Interessen der Landwirtschaft zu erfolgen.“ fuhr er fort. Er schilderte anhand von Plänen und Skizzen die Möglichkeiten in Isselhorst: Die Grünzüge zu erhalten und auszubauen, bis hin zu einer grünen Ortsmitte mit einem Dorfteich.“ Grünflächen sind wesentlicher Bestandteil“ der Naherholung.“
Die dargestellten Beispiele zeigten gute Möglichkeiten zur Entwicklung des Dorfes auf. Allerdings setzen sie in jedem Fall auch die Bereitschaft der Grundeigentümer voraus, entsprechende Flächen zu verkaufen oder zur Verfügung zu stellen. Diese Bereitschaft wurde von einigen Zuhörern in Frage gestellt.
Abschließend sammelte Harald Heitmann, Vorsitzender des CDU Ortsverbandes Ideen der Anwesenden ein, um diese in Arbeitskreise für weitere Überlegungen einzubringen. Er appellierte an die Isselhorster Bürgerschaft, weitere Vorschläge zur Dorfentwicklung zu machen. Diese sollen in das Dorfentwicklungskonzept 2020 einfließen.
Bild:
Freuen sich über eine gelungene Veranstaltung (v.l.nr.): Bernd Winkler (Stadt), Helmut Lütkemeyer, Harald Heitmann, Wilhelm Grövert (Kreis)








